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Historischer Rundweg Unterstadt
Zwei Historische Rundwege – einen durch die Ober- und einen durch die Unterstadt - hat der Arbeitskreis Stadtgeschichte erarbeitet. Beide Rundwege beginnen und enden an der Info-Tafel am Ratskeller.
Übersichtskarte:

Rundweg Unterstadt
1) Stadtplan - Übersichtskarte am Ratskeller
2) Langensalza–Denkmal
Das Denkmal erinnert an die Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866, nach der das Königreich Hannover von Preußen annektiert wurde. Auf seiner Rückseite wird der drei Gefallenen aus Eldagsen, Adensen und Gestorf gedacht. Weil das Denkmal auf privatem Boden des Rittergutes von Jeinsen stand, überdauerte es die Preußenzeit.

3) Gut von Jeinsen
Urkunden aus dem 13. Jahrhundert zeugen vom Besitz zweier Brüder von Jeinsen in Eldagsen. Sie besaßen Burglehen der Grafen von Hallermunt, die später als Rittergüter Eldagsen I und IV in der Matrikel der Calenberg-Grubenhagenschen Ritterschaft zu finden sind, solange sie im Besitz der Familie von Jeinsen waren. Im 19. Jahrhundert wurden die Güter an die Klosterkammer verkauft, die die Gebäude weiterveräußerte.

4) Ehemalige Synagoge
1867 erbauten die jüdischen Bürger die Synagoge für ihre Gottesdienste; ein Schulraum und die Lehrerwohnung waren auch darin untergebracht. Am 10. November 1938 wurde die Synagoge beschädigt und 1940 verkauft. 1948 pachtete die katholische Kirchengemeinde den Saal und weihte ihn als Josephskapelle. Seit dem Ende der 1950er Jahre wird das ganze Haus zu Wohnzwecken genutzt.

5) Berggarten
Neben dem Ratskeller gab es seit der frühen Neuzeit den Oberen und den am östlichen Stadttor gelegenen Unteren Stadtkrug in städtischer Regie. Der Berggarten hat sich aus dem Unteren Stadtkrug entwickelt. Seit Generationen befindet er sich als Hotel und Restaurant in Privatbesitz.

6) Stadtmauer und Stadttor
Zu den Kennzeichen einer Stadt gehörte die Befestigung: Diese Mauer ist ein Überrest davon. Hier befand sich auch das Untere Stadttor, das – ebenso wie das Obere – die Kernstadt seit dem 14. Jahrhundert sicherte. Neben der Mauer gab es weitere Schutzeinrichtungen wie Wälle, Gräben, Knicke und Wehren. Außerhalb der Befestigung lag im Osten die untere und im Westen die obere Vorstadt.

7) Thieles Honigkuchenfabrik
1880 übernahm Heinrich Carl Thiele die Bäckerei von seinem Vater und stellte neben anderen Erzeugnissen Leb- und Honigkuchen her. Der Betrieb bestand bis 1951 und beschäftigte in Stoßzeiten 35 - 40 Mitarbeiter. Die Honigkuchen von "H. C. Thiele" und von "Chr. Wilh. Thiele" (Lange Straße / Ecke Marktstraße) begründen bis heute Eldagsens Ruf als Honigkuchenstadt.

8) Sollesche und Lindenbergsche Mühle
Seit dem 11. Jahrhundert gibt es in Eldagsen Mühlen, die vom Wöhlbach, ab 1500 auch vom Neuen Gehlenbach betrieben wurden. Die Sollesche Mühle gehörte früher zum Wedemeyerschen Untergut. Während die etwas oberhalb gelegene Lindenbergsche Mühle um 1920 stillgelegt wurde und dem Ausbau der Langen Straße in den 1950er Jahren weichen mußte, ist die Sollesche Mühle erhaltengeblieben.

9) Friedhof
Von Alters her existierte der Friedhof an der Kirche und zusätzlich die Gruft unter der Kirche. 1826 wurde hier - damals vor der Stadt - der neue Friedhof eingeweiht. Er wurde nach der Verkoppelung 1847 und später 1905 erweitert. Neben dem gemeinschaftlichen Teil gibt es Erbbegräbnisse aus der Zeit der Entstehung.

10) Paterhof
Im Mittelalter gehörte der Paterhof dem Zisterzienserkloster Marienrode bei Hildesheim. Ein Pater des Ordens bewirtschaftete ihn für das Kloster, daher der Name "Paterhof". In den folgenden Jahrhunderten wurde der Paterhof nach Meierrecht vergeben, 1710 an R. A. Toppius, der ab 1740 einen Teil des Hofes ablösen konnte. 1864 wurde der Paterhof als "Eldagsen V" in die Matrikel der Calenberg-Grubenhagenschen Ritterschaft aufgenommen. Seit 1950 gehört der Paterhof der Familie Block.

11) Kloster Marienthal
An dieser Stelle befand sich seit 1437 das Kloster Marienthal, das von Nonnen des Augustinerordens bewohnt war. 1647 gingen Gebäude und Grundbesitz des an den Landesherrn gefallenen und säkularisierten Klosters an die Stadt Eldagsen mit der Maßgabe, das Schulwesen zu verbessern. So wurde dieses Gebäude Schulhaus, bis es 1821 einem Neubau weichen mußte, in dem vier Klassen und vier Lehrerwohnungen Platz fanden. Seit 1988 wird das Gebäude zu Wohnzwecken genutzt.

12) Unteres Pfarrhaus
1583 wird die Unterpfarre urkundlich das erstemal erwähnt: Das Gebäude gehörte zum Kloster Marienthal. Nach dem Brand von 1626 fand der Pastor primarius hier Aufnahme. 1643 erhielt die Stadt das Haus als Wohnung für den Pastor diakonus. Seit 1976 ist die Unterpfarre als Wohnhaus in Privatbesitz. Das Untere Pfarrhaus ist wohl eines der ältesten Gebäude der Stadt.

mit freundlicher Unterstützung des Arbeitskreises Stadtgeschichte Eldagsen !
akse@stadteldagsen.de
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