Sonnenschein, spannende Heimatgeschichte und herzliche Gastfreundschaft begleiteten die 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Mühlenwanderung am Samstag, dem 17. Oktober 2026. Das Wetter hätte kaum besser sein können, als sich die Wandergruppe auf den Weg machte, um die Geschichte der ehemaligen Eldagser Wassermühlen zu erkunden.
Die Wanderung war von Gerd Schwarz geplant und ausgearbeitet worden, der auch die Führung der Gruppe übernahm. An den einzelnen Stationen berichtete er über die Geschichte der Mühlen, ihre früheren Besitzer und die Bedeutung, die sie einst für das wirtschaftliche Leben unserer Stadt hatten. Dabei wurde deutlich, wie eng die Entwicklung Eldagsens über Jahrhunderte mit den beiden Wasserläufen Gehlenbach und Wöhlbach verbunden war.
Über viele Generationen waren die Mühlen wichtige Bestandteile des örtlichen Handwerks und Gewerbes. Sie dienten nicht nur dem Mahlen von Getreide, sondern wurden auch für andere handwerkliche und gewerbliche Zwecke genutzt. Heute sind manche ihrer Gebäude verschwunden, andere wurden umgebaut oder werden längst anders genutzt. Doch ihre Spuren lassen sich noch immer entdecken, und genau diesen wollte die Wandergruppe folgen.
Den Auftakt bildete die Nonnenmühle, wo die Teilnehmer eine besonders herzliche Überraschung erwartete. Frau O. Brandes empfing die Wandergruppe mit leckerem Kuchen, Eierlikör und zahlreichen zusätzlichen Informationen zur Geschichte der Mühle. In dieser gastfreundlichen Atmosphäre bot sich eine wunderbare Gelegenheit, mehr über den geschichtsträchtigen Ort zu erfahren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Dieser herzliche Empfang war zweifellos einer der besonderen Höhepunkte der Wanderung und wird allen sicherlich in schöner Erinnerung bleiben.
Anschließend führte der Weg zu den weiteren ehemaligen Mühlenstandorten. Die Fronleichnamsmühle, die Sollesche Mühle, die Lindenbergsche Mühle, die Lohmühle und schließlich die Senfmühle standen im Mittelpunkt der historischen Erläuterungen von Gerd Schwarz. Dabei ging es nicht nur um die einzelnen Mühlen und ihre Betreiber, sondern auch um die Veränderungen der Bachläufe, die Nutzung der Wasserkraft und die Bedeutung der Mühlen für die Versorgung der Bevölkerung und die Entwicklung des örtlichen Handwerks.
Ein besonders reizvoller Anblick bot sich an der ehemaligen Gerberei Bokelmann in der Nähe der Lohmühle. Das Gebäude ließ seine einstige Nutzung von außen noch gut erkennen und wirkte an seinem etwas versteckten Standort beinahe verwunschen. Man konnte sich gut vorstellen, wie hier früher gearbeitet wurde und welches geschäftige Treiben einst an diesem Ort geherrscht haben mag. Solche Entdeckungen machen den besonderen Reiz heimatgeschichtlicher Wanderungen aus. Sie zeigen, wie viel Vergangenheit sich auch heute noch abseits der bekannten Wege entdecken lässt.
Neben den historischen Vorträgen blieb unterwegs genügend Zeit für Gespräche, persönliche Erinnerungen und den gemeinsamen Austausch. Gerade diese Mischung aus Geschichte, Bewegung und Geselligkeit macht die Wanderungen des Bürgervereins immer wieder zu einem schönen Gemeinschaftserlebnis. Der herrliche Sonnenschein sorgte dabei für beste Stimmung und ließ die Teilnehmer den goldenen Oktober noch einmal in vollen Zügen genießen.
Den gemütlichen Abschluss bildete die Calenberger Backstube, wo die Wandergruppe bei Kaffee und Kuchen zusammensaß und den erlebnisreichen Tag in geselliger Runde ausklingen ließ. Dabei gab es noch reichlich Gelegenheit, über das Gesehene und Gehörte zu sprechen und Erinnerungen auszutauschen.
Mit dieser Mühlenwanderung fand die diesjährige Wandersaison des Bürgervereins einen rundum gelungenen Abschluss. Die erfreuliche Beteiligung von 35 Personen zeigte einmal mehr, wie groß das Interesse an der Geschichte unserer Heimat ist. Zugleich wurde deutlich, dass diese Geschichte nicht nur in alten Büchern und Dokumenten lebendig ist, sondern sich auch unmittelbar vor unserer Haustür entdecken lässt.
Der **Bürgerverein Stadt Eldagsen und Umgebung e.V.** bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die diese historische Entdeckungsreise begleitet haben. Ein ganz besonderer Dank gilt Frau O. Brandes für ihre großzügige Gastfreundschaft und den wunderbaren Empfang an der Nonnenmühle.
Wir freuen uns schon jetzt auf weitere gemeinsame Wanderungen und interessante Entdeckungen im kommenden Jahr!







