Region: Regiobus-Sprecher Tolga Otkun kann im Moment noch nichts Neues hinsichtlich eines neuen Standortes für Regiobus berichten. Nach der Absage der Stadt Gehrden an das Projekt haben sich Wennigsen, Springe und Ronnenberg als Alternativ-Standorte ins Rennen gebracht. Aber das Bus-Unternehmen ist noch nicht so weit: „Wir freuen uns über jedes Angebot, das uns erreicht und werden in Ruhe sichten. Da jetzt Herbstferien sind, sind auch nicht alle Kollegen, die mit dem Thema zu tun haben an Bord“, betonte Regiobus-Sprecher Tolga Otkun.

Am geschlossensten stehen die Reihen offenbar in Wennigsen. Zwar haben SPD, CDU, Grüne und FDP Bürgermeister Christoph Meineke in der Sache den Rücken gestärkt, gleichzeitig aber auch die Kommunikationsstrategie des Bürgermeisters in der Vergangenheit kritisiert. Inzwischen haben sich letzte Woche Bürgermeister Meineke, Wirtschaftsförderin Maike Bormann, und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen getroffen. In dem Gespräch wurde nach Teilnehmerangaben offen das Für und Wider ausgetauscht. Im Ergebnis sehen Politik und Verwaltungsleitung die Chancen überwiegen, „aber noch einen weiten Weg vor uns“. Ein Gespräch mit dem Unternehmen Regiobus sei inzwischen vereinbart, werde aber erst im November stattfinden. Nach den vier großen Fraktionen hat auch die AfD-Fraktion grünes Licht signalisiert: „Generell stehen wir zu dem genannten Komplex positiv. Da es sich bisher um ein Wunsch handelt, muss man die weitere Entwicklung abwarten“, erklärte Werner Werner.

In Springe ist man noch nicht ganz so weit. Bürgermeister Christian Springfeld hatte sich kürzlich positioniert und Flächen in Springe an der B217 ins Spiel gebracht. Es gebe bislang keine weiteren Erkenntnisse, die schon publizierbar wären, erklärte Clemens Gebauer, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. „Von konkreten Gesprächen ist mir nichts bekannt; ich gehe aber davon aus, dass sich die Regiobus zum Angebot des Springer Bürgermeisters positionieren muss. Mehr kann ich Ihnen aktuell dazu nicht sagen.“

Und in Ronnenberg scheint das Thema ein wenig in den bevorstehenden (Bürgermeister-) Wahlkampf einzudringen. Bürgermeisterin Stephanie Harms betonte: „Neuigkeiten gibt es aktuell nicht. Vor einem Jahr waren unsere Flächen in Weetzen für regiobus zwar grundsätzlich geeignet, aber die Flächen in Gehrden waren insbesondere wegen der schnellen Verfügbarkeit deutlich besser geeignet.“ Die Situation habe sich nun durch die Ablehnung des Gehrdener Rates wieder geändert. Regiobus suche erneut eine Fläche zur Ansiedlung eines Busbetriebshofes. Alle Beteiligten bei diesem erneuten Prozess müssten jeweils die Zahlen, Daten und Fakten zusammenstellen und sich austauschen, um die offenen und neuen Fragen auf beiden Seiten zu klären, damit beide Seiten prüfen könnten, ob ein Standort wie Weetzen geeignet sein könnte. „Derzeit sind bei beiden Seiten noch nicht alle Vor-, und Nachteile bekannt. Eine  Entscheidung kann daher erst erfolgen, wenn alle Zahlen, Daten und Fakten vorliegen, damit dann anhand aller Vor- und Nachteile eine Abwägung erfolgen kann und die Politik (Rat) dann entscheiden kann“, betonte Harms.

Thorsten Kuhn erklärt, für die Linke sei die Nahverkehrswende ein zentraler Beitrag für den Klimaschutz. Der öffentliche Nahverkehr sei die zentrale Komponente der Mobilität der Zukunft. „Daher unterstützen wir grundsätzlich den Bau eines Regiobus Betriebshof in Ortsteil Weetzen.“ Der zentrale Standort in Weetzen optimiere die Fahrten der Busse vom Depot zum direkten Linienverkehr.

Bildquelle und Bericht Leine-On